Glossar
Begriffe rund um den Fassadenanschluss
Nullschwelle, Spritzwasserschutz, Hinterlüftung, konstruktiver Holzschutz – die wichtigsten Begriffe kompakt erklärt.
- Barrierefreier Fassadenanschluss
- Der Übergang von Hausdurchtritten (Türen und bodentiefe Fenster) zu Gelände ohne Stufe oder Schwelle, sodass diese ebenerdig und z. B. mit Rollator oder Kinderwagen passierbar sind.
- Nullschwelle
- Ein Türübergang mit 0 cm Höhenunterschied. Die DIN 18040 strebt die Nullschwelle an; höchstens 2 cm gelten noch als barrierefrei.
- Fassadenrinne
- Eine vorgefertigte Entwässerungsrinne am Fußpunkt der Fassade. Sobekon® ist die flexible, barrierefreie Alternative dazu.
- Kiesstreifen / Spritzschutzstreifen
- Ein loser Streifen aus Kies oder Splitt am Sockel als Spritzwasserschutz. Verkrautet und versandet mit der Zeit; ersetzbar durch einen begehbaren Rost.
- Spritzwasserschutz
- Schutz des Sockels vor aufspritzendem Regenwasser. Wird klassisch über Kiesstreifen oder eine erhöhte Sockelkante erreicht – bei Sobekon® über die belüftete Rinne unter dem Rost.
- Hinterlüftung
- Ein durchlüfteter Zwischenraum, der Feuchtigkeit aus der Fassadenkonstruktion abführt. Darf am Sockel nicht zugeschüttet werden – leider ein häufiger Fehler mit teuren Folgen für Hausbesitzer und ausführende Garten- und Landschaftsbauunternehmen.
- Hinterlüftete Fassade (VHF)
- Vorgehängte hinterlüftete Fassade: Bekleidung mit Luftspalt zur Dämmung. Der Sockelanschluss muss die Belüftung offen halten.
- WDVS
- Wärmedämmverbundsystem – geklebte und verputzte Dämmung. Auch hier muss der Sockel vor Spritzwasser geschützt und sauber angeschlossen werden.
- Konstruktiver Holzschutz
- Bauliche Maßnahmen, die Holz dauerhaft trocken halten (DIN 68800-2) – u. a. ein geschützter Abstand der Holzschwelle zum Gelände.
- Geländeoberkante (GOK)
- Die Höhe des fertigen Geländes. Bezugspunkt für Sockelhöhe, Abdichtung und Spritzwasserbereich. Bei Kiesstreifen häufig 15–30 cm unterhalb der Austrittshöhe.
- Gitterrost
- Begehbarer Rost (Pressgitter, Stanzrost, Edelstahl) über der Rinne. Maßgefertigt, abnehmbar und nach DIN 24537 begehbar.
- Regelkonstruktion
- Eine anerkannte Standardbauweise (Gegenteil: Sonderkonstruktion). Barrierefreie Übergänge gelten seit der Flachdachrichtlinie 2026 als Regelkonstruktion. Mit Randsteinankern ist das Sobekon®-System auch bei geringer Aufbauhöhe umsetzbar.
- L-Stein / Konsole
- Der bauseitige L-Stein trägt die gesteckte Sobekon®-Konsole – ohne Anbohren. Konsole und Rost bilden den freitragenden Anschluss vor dem Gebäude.
- Traufstreifen
- Schmaler Streifen am Sockel, der das Traufwasser aufnimmt – klassisch als Kiesstreifen ausgeführt. Sobekon® ersetzt ihn durch einen begehbaren, barrierefreien Rost.
- Spritzwasserzone
- Der Sockelbereich über Gelände, der durch aufspritzendes Regenwasser belastet wird (Wassereinwirkungsklasse W4-E nach DIN 18533). Er muss dauerhaft geschützt werden.
- Rutschhemmung (R 10–R 12)
- Klassifizierung der Trittsicherheit von Bodenbelägen. Sobekon®-Roste sind standardmäßig in R 10, für den öffentlichen Bereich auch in R 11 und R 12 erhältlich.
- Belastungsklasse
- Einstufung der Tragfähigkeit begehbarer Roste nach DIN 24537. Das Sobekon®-System ist für Belastungsklasse B1 (Begehbarkeit) ausgelegt.
- Entwässerungsrinne
- Lineares Bauteil zur Ableitung von Oberflächenwasser. Am Fassadenfuß ist sie als Fassadenrinne bekannt – Sobekon® ist die flexible, wartungsarme Alternative.
- DIN 18040
- Normenreihe für barrierefreies Bauen. Sie strebt schwellenlose Übergänge an: die Nullschwelle, höchstens jedoch 2 cm. Kein Problem mit dem Sobekon®-System – auch bei Fensterbänken mit geringer Überbauhöhe.
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