Entscheidungshilfe

Fassadenrinne: ja oder nein?

Eine der häufigsten Fragen am Bau. Die kurze Antwort: Vorgeschrieben ist der Schutz des Sockels – nicht das Bauteil „Rinne“.

Kurz gesagt

Eine Fassadenrinne ist niemals Pflicht – entscheidend ist, dass der Sockel zuverlässig vor Spritzwasser geschützt wird.

Worum es wirklich geht

Die Regelwerke verlangen, dass der Sockel vor Spritzwasser geschützt und Wasser kontrolliert vom Gebäude weggeführt wird. Ob das über einen Kiesstreifen, einen wasserableitenden Belag mit Gefälle oder eine Rinne mit Rost geschieht, ist eine Frage der Ausführung – „die Fassadenrinne“ als Bauteil ist nicht das Ziel, sondern ein möglicher Weg.

Wann eine Lösung am Sockel sinnvoll ist

Spätestens bei schwellenlosen, barrierefreien Übergängen, bodentiefen Türen, geringer Sockelhöhe oder im Holzbau wird eine kontrollierte Entwässerung am Anschluss wichtig. Hier reicht ein loser Streifen oft nicht – gefragt ist ein definierter, dauerhaft funktionierender Anschluss.

Einige Haushersteller dichten bestimmte Fassadenteile – häufig im Bereich der Haustür – aufwändig und gezielt ab; dann ist eine zusätzliche Hinterlüftung nicht nötig. Im Zweifel lohnt sich die frühe Abstimmung mit Planer und ausführendem Betrieb, denn Fehler im Sockelanschluss ziehen meist teure Folgekosten nach sich.

Das Risiko beim Weglassen

Das eigentliche Problem ist selten der normale Regen, sondern Schlagregen, Schnee und Schmelzwasser an der Schwelle – dort, wo innen häufig der Bodenbelag beginnt. Ein nachträglicher Einbau nach einem Feuchteschaden ist deutlich teurer als die Lösung von Anfang an.

Die flexible Alternative

Sobekon® ist die begehbare, barrierefreie Alternative zur klassischen Fassadenrinne: ein maßgefertigter Gitterrost über einem großzügigen Belüftungsbereich, in unter einer Woche lieferbar. So bleibt der Übergang ebenerdig und der Sockel geschützt.

Normgerecht

Normen & Regelwerk

DIN 18533
ATÖNORM B 3692CHSIA 271
Abdichtung erdberührter Bauteile – Schutz des Sockels vor Spritz- und Bodenfeuchte.
DIN 18040-2
ATÖNORM B 1600CHSIA 500
Barrierefreie, schwellenlose Übergänge (Nullschwelle, höchstens 2 cm).

Häufige Fragen

Nicht generell. Vorgeschrieben ist der Spritzwasserschutz am Sockel – nicht das Bauteil Rinne. Ein begehbarer Gitterrost über einem großzügigen Belüftungsbereich erfüllt dieselbe Aufgabe.

Bei knappem Sockel oder schwellenlosem Übergang drohen Feuchteschäden durch Schlagregen und Schmelzwasser. Die nachträgliche Sanierung ist meist deutlich teurer – insolvente Garten- und Landschaftsbauer und zerstörte Eigenheimträume sind leider schon vorgekommen. Mit dem Sobekon®-System sind Sie dauerhaft auf der sicheren Seite.

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